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D2

Ökologische Landwirtschaft

Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche
Stand: 03.08.2022

 BWBYBEBBHBHHHEMVNINWRPSLSNSTSHTHDE
Trend 2011-2020+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S
Status 2020S2S2S3S2S3S1S2S2S1S1S2S2S1S1S1S1 

Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Prozent

Trend im 10-Jahres ZeitraumStatus aus der Spanne der Länderwerte
+F+Fpositive EntwicklungS3bessere 25 Prozent
KXkonstante EntwicklungS2mittlere 50 Prozent
-S-Fnegative EntwicklungS1schlechtere 25 Prozent
NSkein signifikanter TrendS0keine Analyse
KYkeine Analyse 
  • Bedeutung

    Bedeutung - d2

    Im ökologischen Landbau kommt dem Boden besondere Bedeutung zu. Die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch Kulturmaßnahmen, die die Gesetzmäßigkeiten der Bodenregeneration und die langen Zeiten der Bodenbildung beachten, ist Grundlage einer dauerhaften Ertragsfähigkeit und damit nachhaltiger Wirtschaftsweise. Der konsequente Verzicht auf den Einsatz naturfremder chemisch synthetischer Hilfsmittel schont die Gewässer und trägt zur Vielfalt der Arten und Lebensgemeinschaften bei. Die EG-Öko-VO beinhaltet die Grundregeln des ökologischen Landbaus, festgelegt für die Erzeugung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen, Tieren und tierischen Erzeugnissen , Bienenhaltung und Imkereierzeugnissen, die zulässigen Betriebsmittel, eine Liste der Stoffe, die bei der Herstellung ökologischer Lebensmittel verwendet werden dürfen, Rahmenvorschriften zur Kennzeichnung und Werbung und ein Kontrollverfahren zur Überwachung dieser Vorschriften. Damit gibt sie für den ökologischen Landbau in der Europäischen Union einen einheitlichen Standard für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft vor.

  • Hinweise zur Interpretation

    Hinweise zur Interpretation - d2

    Der Indikator ist normiert. Bei einer länderübergreifenden Interpretation sind Unterschiede in der Agrarstruktur der Länder zu beachten.

  • Methodik

    Methodik - d2

    Angegeben wird der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen des Bundeslandes an seiner gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF). Grundlage hierfür ist die EG-Öko-VO 834/2007 ("Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen"). Die Daten bis 2007 wurden von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, die Daten ab 2008 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jährlich etwa im Juli für das Vorjahr veröffentlicht. Diesen liegen länderaufgeschlüsselte Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur ökologisch bewirtschafteten Fläche zugrunde, die von den Kontrollbehörden der Länder jährlich an die BLE gemeldet werden. Bei Betrieben, die laut EG-Öko-VO 834/2007 nur einen Teil ihrer Fläche ökologisch bewirtschaften, wird nur diese Teilfläche berücksichtigt. Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche ist bis 1999 dem Agrarbericht der Bundesregierung entnommen und wird seit 2000 beim Statistischen Bundesamt geführt. Einige regionale Verbände des Ökolandbaus sind in der neuen Dachorganisation "Bund für regionale Lebensmittelwirtschaft" (BÖLW) zusammengeschlossen, die in vielen Fällen höhere Anforderungen stellt als die EG-Öko-VO. Aus Kompatibilitätsgründen wird der Indikator jedoch auf die EG-Öko-VO 834/2007 gestützt.

    Bis 2007 wurden die Daten von der ZMP publiziert. Die ZMP hat nach einer Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes am 03.02.09, die Einfluss auf ihre Finanzierung hatte, zum 30.04.2009 ihren Betrieb eingestellt. Die Daten ab 2008 werden daher der Veröffentlichung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) entnommen.

  • Länderspezifika und Ziele

    Länderspezifika und Ziele - d2

     

    Datenlage

    Zielstellungen

    Baden-Württemberg

    Zeitreihe 1994-2021

    Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Nachhaltigkeitsbericht 2019:
    Bis 2030 soll der Anteil des ökologischen Landbaus Schritt für Schritt auf 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ausgebaut werden.

    Bayern

    Zeitreihe 1994-2021

    Bayerisches Naturschutzgesetz (2019):
    Ausweitung des ökologischen Landbaus bis 2025 auf mindestens 20 Prozent, bis 2030 auf mindestens 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

    Berlin

    Einzelwerte für 2000, 2001, 2003-2004, 2007, 2009-2021

    Orientierung an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (ökologische Bewirtschaftung von insgesamt 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche bis 2030) sowie weiteren Zielsetzungen des für Landwirtschaft zuständigen Ministeriums.

    Brandenburg

    Zeitreihe 1994-2021

    Maßnahmenprogramm Biologische Vielfalt Brandenburg, MLUL 2014:
    Erhöhung des Anteils des Ökolandbaus auf 20 % der landwirtschaftliche Nutzfläche.

    Bremen

    Einzelwerte für 2000, 2001, 2003-2004, 2007, 2009-2021

    Koalitionsvereinbarung 2011:
    Einsatz für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft in Bremen, vor allem für den biologischen Landbau, artgerechte Tierhaltung, Regionalvermarktung u. dafür, dass die Landwirtschaft sich durch Naherholung, und Tourismus ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein erarbeiten kann.

    Hamburg

    Einzelwerte für 2000, 2001, 2003-2004, 2007, 2009-2021

    kein Ziel

    Hessen

    Zeitreihe 96- 21; vor 96 förderspezifisch bedingt keine konsistenten Daten

    Fortschrittsbericht 2020 zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessen:
    Ziel ist ein Anstieg des Anteils der Fläche mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf insgesamt 25% im Jahr 2030 festgelegt.

    Ökoaktionsplan Hessen:
    Ziel ist es den Anteil von 25% bereits im Jahr 2025 zu erreichen. 

    Mecklenburg-Vorpommern

    Zeitreihe 1994-2021

    keine Angabe

    Niedersachsen

    Zeitreihe 1994-2021

    Gesetz zur Umsetzung des Niedersächsischen Weges im Naturschutz- Gewässerschutz- und Waldrecht:
    Landwirtschaftlich genutzte Fläche soll bis zum Ablauf des Jahres 2025 zu 10% und bis zum Ablauf des Jahres 2030 zu 15% nach den Zielen und Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden.

    Nordrhein-Westfalen

    Zeitreihe 1994-2021

    Nachhaltigkeitsstrategie für NRW (2020):
    Erhöhung des Anteils des ökologischne Landbaus an der landwirtschaftlich genutzten Fläche uf 20% bis 2030.

    Rheinland-Pfalz

    Zeitreihe 1994-2021

    ELER-Entwicklungsprogramm EULLE:
    10% bis 2020.

    Saarland

    Zeitreihe 1994-2021

    Koalitionsvertrag 2017-2021:
    25% Ökolandbau im Jahr 2025 (Quellen: Ziel bis 2022; MUV, Umwelterklärung 2021,EMAS-Premiumziel 2 bis 2025).

    Sachsen

    Zeitreihe 1994-2021

    Landesentwicklungsplan 2013:
    Es ist darauf hinzuwirken, dass der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen an der landwirtschaftlichen Fläche weiter zunimmt.

    Sachsen-Anhalt

    Zeitreihe 1994-2021

    Indikatorenbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie (2014):
    Ziel ist es, die zunehmende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln möglichst mit Ware aus heimischer Produktion zu decken. Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche soll entsprechend steigen.

    Schleswig-Holstein

    Zeitreihe 1994-2021

    Pressemitteilung des Umwelt- und Landwirtschaftsministers (08.07.2014):
    Steigerung der Ökolandbaufläche auf 7% bis 2020.

    Thüringen

    Zeitreihe 1994-2021; Daten ab 2003 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar

    Indikatorenbericht 2020:
    Steigerung auf 10 % Anteil bis 2030. Quelle: Indikatorenbericht zur Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie 2017.

    Bund

    Zeitreihe 1994-2021

    Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2021 Indikator 2.1b "Ökologischer Landbau":
    Die Bundesregierung beabsichtigt, die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf den ökologischen Landbau so zu gestalten, dass bis zum Jahr 2030 die Fläche des ökologischen Landbaus auf 20 % der LF steigen kann.

  • Weiterentwicklung

    Weiterentwicklung - d2

    Der Indikator wird im Ergebnis der 62. UMK weitergeführt. Er ist Bestandteil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung der amtlichen Statistik werden seit 1999 alle 2 Jahre ebenfalls Daten zur ökologischen Bewirtschaftung erhoben. Im Unterschied zur Definition des UMK-Indikators wird hier die gesamte LF der als Öko-Betriebe gekennzeichneten Betriebe einbezogen. Diese Daten weichen z.T. von den hier sowie für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie gewählten Daten ab. Außerdem ermöglichen die auf der Grundlage der Erhebungen der Kontrollbehörden der Länder ermittelten Daten die Bildung längerer Zeitreihen und eine jährliche Datenaktualisierung.

    Der Indikator ist offen für die Einbeziehung anderer Formen der naturschonenden Landwirtschaft sowie für eine naturschonende Forstwirtschaft, sofern hierfür eine geeignete Zertifizierung vorliegt.

  • Ansprechpartner

    Wappen Thüringen

    Detzner, Kurt

    LiKi-Vertreter
    Kurt Detzner
    Thüringer Landesamt Für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
    Göschwitzer Str. 41
    07745 Jena
    Tel.:03641-684-211   
    kurt.detzner[at]tlubn.thueringen.de
    Internet:https://www.tlubn.thueringen.de/

Weitere Informationen und verwandte Indikatoren

  • Daten D2 (Zeitreihe: Anteil)

    Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Prozent

      1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
    BW 2,0 2,6 3,0 3,5 3,9 4,2 5,0 5,3 5,7 5,9 6,0 6,0 6,2 6,4 6,8 7,0 7,5 8,0 8,3 8,5 8,8 9,2 10,7 11,7 14,0 13,2 13,7 14,5
    BY 1,1 1,3 1,4 1,5 1,7 1,8 2,8 3,3 3,5 3,9 4,0 4,4 4,6 4,7 5,3 5,8 6,3 6,5 6,6 6,8 6,8 7,3 9,1 10,0 11,0 11,9 12,4 13,2
    BE             3,7 7,1   5,9 6,0     7,1   8,2 17,3 14,8 14,5 16,0 19,5 19,7 18,2 25,3 25,5 22,9 24,4 18,8
    BB 2,6 3,0 3,6 4,1 4,6 5,4 6,5 7,8 8,3 9,0 9,7 9,7 9,6 10,1 10,2 10,5 10,8 10,8 10,9 10,4 10,3 10,3 11,1 11,7 12,3 13,2 14,4 15,5
    HB             1,2 1,9   4,2 2,3     6,6   7,8 8,7 8,6 10,0 9,6 14,9 14,9 18,8 21,0 24,3 24,2 26,5 32,2
    HH             6,5 5,6   6,3 6,4     7,5   7,2 7,5 7,5 7,6 7,8 8,3 8,3 8,8 8,7 9,2 9,5 10,3 10,8
    HE     2,6 3,2 4,9 6,1 6,7 7,3 7,6 7,4 7,4 7,5 7,6 7,8 8,9 9,3 9,9 10,3 10,6 10,9 11,1 11,4 12,6 13,5 14,7 15,5 15,9 16,2
    MV 6,2 6,4 6,9 6,8 6,1 6,2 6,6 6,9 7,6 8,0 7,8 8,4 8,5 9,0 8,8 8,7 8,9 9,0 9,2 9,3 8,9 9,3 9,8 10,4 11,7 12,5 13,2 14,1
    NI 0,6 0,6 0,8 1,1 1,0 1,0 1,3 1,6 2,0 2,1 2,3 2,4 2,5 2,7 2,7 2,9 2,9 2,8 2,9 2,9 2,8 2,8 3,4 3,9 4,1 4,7 5,4 5,6
    NW 0,5 0,9 1,0 1,1 1,2 1,4 1,6 2,6 3,0 3,1 3,4 3,7 3,6 4,0 4,1 4,2 4,6 4,8 4,8 4,8 4,8 4,8 5,4 5,7 5,9 6,0 6,3 6,4
    RP 1,1 1,0 1,2 1,5 1,5 1,6 1,8 2,1 2,4 2,6 2,7 2,8 3,0 3,5 4,0 4,5 5,3 5,7 6,3 6,7 7,6 8,0 9,1 9,7 10,5 11,2 11,7 12,3
    SL 3,4 2,6 2,8 3,1 3,3 3,2 3,3 3,5 4,4 6,1 6,5 9,6 9,5 8,8 9,0 8,9 10,2 10,6 10,7 11,8 11,9 13,1 15,7 16,0 16,5 18,1 19,4 19,4
    SN 0,6 0,8 0,9 1,2 1,3 1,2 1,6 1,9 2,1 2,2 2,5 2,5 2,8 2,9 3,0 3,5 3,7 3,9 3,9 4,0 4,0 4,1 5,3 6,4 6,9 7,5 8,1 9,3
    ST 1,1 1,2 1,4 1,5 1,7 1,9 2,0 2,4 2,8 3,0 3,5 3,9 3,8 4,0 3,8 4,2 4,4 4,6 4,6 4,8 4,7 4,9 5,2 6,2 8,0 9,1 9,3 9,9
    SH 1,2 1,2 1,3 1,3 1,5 1,5 1,8 2,0 2,2 2,7 3,0 3,1 3,2 3,5 3,4 3,5 3,6 3,5 3,5 3,7 3,7 4,1 5,0 5,7 6,2 6,6 7,0 7,5
    TH 1,6 1,6 1,9 1,8 1,7 2,0 2,1 2,6 2,6 3,4 3,5 3,5 4,0 4,0 4,2 4,3 4,5 4,4 4,5 4,7 4,2 4,2 4,8 5,2 6,0 6,4 7,0 7,5
    DE 1,6 1,8 2,1 2,3 2,4 2,6 3,2 3,7 4,1 4,3 4,5 4,7 4,9 5,1 5,4 5,6 5,9 6,1 6,2 6,3 6,3 6,5 7,5 8,2 9,1 9,7 10,3 10,9
Indikatoren zu Ressourcen und Effizienz