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Ökologische Landwirtschaft

Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche
Stand: 31.10.2025

 BWBYBEBBHBHHHEMVNINWRPSLSNSTSHTHDE
Trend 2015-2024+S+SKX+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S+S
Status 2024S2S2S2S2S3S1S2S2S1S1S1S2S1S1S1S1 

Anteil der Flächen mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Prozent

Trend im 10-Jahres ZeitraumStatus aus der Spanne der Länderwerte
+F+Fpositive EntwicklungS3bessere 25 Prozent
KXkein TrendS2mittlere 50 Prozent
-S-Fnegative EntwicklungS1schlechtere 25 Prozent
KYkeine AnalyseS4Ziel erreicht
  S0keine Analyse
  • Bedeutung

    Bedeutung - d2

    Im ökologischen Landbau kommt dem Boden besondere Bedeutung zu. Die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch Kulturmaßnahmen, die die Gesetzmäßigkeiten der Bodenregeneration und die langen Zeiten der Bodenbildung beachten, ist Grundlage einer dauerhaften Ertragsfähigkeit und damit nachhaltiger Wirtschaftsweise. Der konsequente Verzicht auf den Einsatz naturfremder chemisch synthetischer Hilfsmittel schont die Gewässer und trägt zur Vielfalt der Arten und Lebensgemeinschaften bei. Die EG-Öko-VO beinhaltet die Grundregeln des ökologischen Landbaus, festgelegt für die Erzeugung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen, Tieren und tierischen Erzeugnissen , Bienenhaltung und Imkereierzeugnissen, die zulässigen Betriebsmittel, eine Liste der Stoffe, die bei der Herstellung ökologischer Lebensmittel verwendet werden dürfen, Rahmenvorschriften zur Kennzeichnung und Werbung und ein Kontrollverfahren zur Überwachung dieser Vorschriften. Damit gibt sie für den ökologischen Landbau in der Europäischen Union einen einheitlichen Standard für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft vor.

  • Hinweise zur Interpretation

    Hinweise zur Interpretation - d2

    Der Indikator ist normiert. Bei einer länderübergreifenden Interpretation sind Unterschiede in der Agrarstruktur der Länder zu beachten.

  • Methodik

    Methodik - d2

    Angegeben wird der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen des Bundeslandes an seiner gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF). Grundlage hierfür ist die EG-Öko-VO 834/2007 ("Verordnung (EWG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen"). Die Daten bis 2007 wurden von der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, die Daten ab 2008 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jährlich etwa im Juli für das Vorjahr veröffentlicht. Diesen liegen länderaufgeschlüsselte Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur ökologisch bewirtschafteten Fläche zugrunde, die von den Kontrollbehörden der Länder jährlich an die BLE gemeldet werden. Bei Betrieben, die laut EG-Öko-VO 834/2007 nur einen Teil ihrer Fläche ökologisch bewirtschaften, wird nur diese Teilfläche berücksichtigt. Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche ist bis 1999 dem Agrarbericht der Bundesregierung entnommen und wird seit 2000 beim Statistischen Bundesamt geführt. Einige regionale Verbände des Ökolandbaus sind in der neuen Dachorganisation "Bund für regionale Lebensmittelwirtschaft" (BÖLW) zusammengeschlossen, die in vielen Fällen höhere Anforderungen stellt als die EG-Öko-VO. Aus Kompatibilitätsgründen wird der Indikator jedoch auf die EG-Öko-VO 834/2007 gestützt.

    Bis 2007 wurden die Daten von der ZMP publiziert. Die ZMP hat nach einer Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes am 03.02.09, die Einfluss auf ihre Finanzierung hatte, zum 30.04.2009 ihren Betrieb eingestellt. Die Daten ab 2008 werden daher der Veröffentlichung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) entnommen.

  • Länderspezifika und Ziele

    Länderspezifika und Ziele - d2

     DatenlageZielstellungen
    Baden-WürttembergZeitreihe 1994-2024Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Nachhaltigkeitsbericht 2019:
    Bis 2030 soll der Anteil des ökologischen Landbaus Schritt für Schritt auf 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ausgebaut werden. Weitere Informationen:
    BayernZeitreihe 1994-2024

    Bayerisches Naturschutzgesetz 2021:

    Ausweitung des ökologischen Landbaus bis 2025 auf mindestens 20 Prozent, bis 2030 auf mindestens 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

    BerlinZeitreihe 1994-2024Orientierung an der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (ökologische Bewirtschaftung von insgesamt 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche bis 2030) sowie weiteren Zielsetzungen des für Landwirtschaft zuständigen Ministeriums.
    BrandenburgZeitreihe 1994-2024

    Landesnachhaltigkeitsstrategie 2024 (MWEKE):

    Erhöhung des Anteils des ökologischen Landbaus an der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf 20 % bis zum Jahr 2027.

    BremenZeitreihe 1994-2024Koalitionsvereinbarung 2023:
    Förderung der ökologischen Landwirtschaft und Erhöhung des Anteils der ökologisch wirtschaftenden Betriebe auf 50 Prozent bis zum Jahr 2035.
    HamburgZeitreihe 1994-2024Förderung des ökologischen Landbaus durch Beratung, Forschung, Absatzmaßnahmen und Wissenstransfer mit dem Ziel der Erhöhung des Flächenanteils.
    HessenZeitreihe 1994-2024

    Fortschrittsbericht 2024 zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessen:
    Ziel ist ein Anstieg des Anteils der Fläche mit ökologischer Landwirtschaft an der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf insgesamt 25% im Jahr 2030 festgelegt.

    Ökoaktionsplan Hessen:
    Ziel ist es den Anteil von 25% bereits im Jahr 2025 zu erreichen. 

    Mecklenburg-VorpommernZeitreihe 1994-2024keine Angabe
    NiedersachsenZeitreihe 1994-2024Gesetz zur Umsetzung des Niedersächsischen Weges im Naturschutz- Gewässerschutz- und Waldrecht 2021:
    Landwirtschaftlich genutzte Fläche soll bis zum Ablauf des Jahres 2025 zu 10% und bis zum Ablauf des Jahres 2030 zu 15% nach den Zielen und Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden.
    Nordrhein-WestfalenZeitreihe 1994-2024Nachhaltigkeitsstrategie 2026:
    Bis 2035 Steigerung des Anteils des ökologischen Landbaus auf 20 %
    Rheinland-PfalzZeitreihe 1994-2024ELER-Entwicklungsprogramm EULLE:
    10% bis 2020.
    SaarlandZeitreihe 1994-2024Umwelterklärung des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz 2024:
    Anteil der gemäß EU-„Öko-Basisverordnung“ (2018/848) genutzten landwirtschaftlichen Fläche an landwirtschaftlich genutzter Gesamtfläche auf 30 % bis 2030 steigern.
    SachsenZeitreihe 1994-2024

    Strategie Ökologischer Landbau 2023:

    Ein marktgerechtes Wachstum des ökologischen Landbaus in Sachsen in Verbindung mit dem 25-Prozent-Ziel der EU 2030 sowie dem 30-Prozent-Ziel Ökolandbau im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sind Orientierungsgrößen und Handlungsrahmen für den Freistaat Sachsen.

    Sachsen-AnhaltZeitreihe 1994-2024

    Nachhaltigkeitsstrategie 2024:

    20 % Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche 

    Die aktuelle Landesregierung hat ab 2021 im Koalitionsvertrag Vertrauens- und Bestandsschutz für die ökologische Landwirtschaft vereinbart.

    Schleswig-HolsteinZeitreihe 1994-2024Pressemitteilung des Umwelt- und Landwirtschaftsministers (08.07.2014):
    Steigerung der Ökolandbaufläche auf 7% bis 2020.
    ThüringenZeitreihe 1994-2024; Daten ab 2003 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbarNachhaltige Entwicklung in Thüringen 2020:
    Steigerung auf 10 % Anteil bis 2030. 
    BundZeitreihe 1994-2024

    Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2025:

    Indikator 2.1b

    Der Zielwert der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie für den Flächenanteil des Ökologischen Landbaus ist 30 Prozent im Jahr 2030.

  • Weiterentwicklung

    Weiterentwicklung - d2

    Der Indikator wird im Ergebnis der 62. UMK weitergeführt. Er ist Bestandteil der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung der amtlichen Statistik werden seit 1999 alle 2 Jahre ebenfalls Daten zur ökologischen Bewirtschaftung erhoben. Im Unterschied zur Definition des UMK-Indikators wird hier die gesamte LF der als Öko-Betriebe gekennzeichneten Betriebe einbezogen. Diese Daten weichen z.T. von den hier sowie für die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie gewählten Daten ab. Außerdem ermöglichen die auf der Grundlage der Erhebungen der Kontrollbehörden der Länder ermittelten Daten die Bildung längerer Zeitreihen und eine jährliche Datenaktualisierung.

    Der Indikator ist offen für die Einbeziehung anderer Formen der naturschonenden Landwirtschaft sowie für eine naturschonende Forstwirtschaft, sofern hierfür eine geeignete Zertifizierung vorliegt.

  • Datenquellen

    Datenquelle - d2

    Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und Statistisches Bundesamt (StBA)

  • Ansprechpartner

    Wappen Thüringen

    Voerkel, Dietmar

    LiKi-Vertreter
    Dietmar  Voerkel
    Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
    TLUBN
    Göschwitzer Str. 41
    07745  Jena
    0361-573942-213
    Dietmar.Voerkel@tlubn.thueringen.de
    https://www.tlubn.thueringen.de/

Weitere Informationen und verwandte Indikatoren

  • Daten D2 (Zeitreihe: Anteil)

      1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
    BW 2,0 2,6 3,0 3,5 3,9 4,2 5,0 5,3 5,7 5,9 6,0 6,0 6,2 6,4 7,1 7,0 7,6 7,9 8,2 8,5 8,8 9,2 10,7 11,7 14,0 13,2 13,7 14,5 14,5 14,8 15,3
    BY 1,1 1,3 1,4 1,5 1,7 1,8 2,8 3,3 3,6 3,9 4,0 4,4 4,6 4,7 5,3 5,8 6,3 6,5 6,6 6,7 6,8 7,3 9,1 10,0 11,0 11,9 12,4 13,2 13,4 13,6 13,9
    BE 2,5 2,4 2,3 2,3 2,3 4,1 3,7 7,1 6,9 5,9 6,0 7,6 6,6 7,1 10,2 8,2 17,3 14,8 14,5 16,0 19,5 19,7 18,2 25,3 25,5 22,9 24,4 18,8 19,2 20,4 21,6
    BB 2,6 3,0 3,6 4,1 4,6 5,4 6,5 7,8 8,3 9,0 9,7 9,7 9,6 10,1 10,2 10,5 10,8 10,8 10,9 10,4 10,3 10,3 11,1 11,7 12,3 13,2 14,4 15,5 16,7 17,4 17,7
    HB 0,4 0,4 0,7 0,7 0,9 0,9 1,2 1,9 5,2 4,2 2,3 2,9 3,8 6,6 6,5 7,8 8,7 8,6 10,0 9,6 11,8 14,9 18,8 21,0 24,3 24,2 26,5 32,2 33,5 37,1 37,4
    HH 1,4 1,3 4,0 4,0 4,7 4,5 6,5 5,6 6,0 6,3 6,4 6,8 6,7 7,5 7,5 7,2 7,5 7,5 7,6 7,8 6,5 8,3 8,8 8,7 9,2 9,5 10,3 10,8 11,5 12,1 12,8
    HE 1,6 2,0 2,6 3,2 4,9 6,0 6,7 7,3 7,7 7,4 7,4 7,5 7,6 7,8 9,1 9,4 10,0 10,3 10,7 10,9 11,2 11,4 12,6 13,5 14,7 15,5 15,9 16,2 16,5 16,3 16,6
    MV 6,2 6,4 6,9 6,8 6,1 6,2 6,6 6,9 7,7 8,0 7,8 8,4 8,5 9,0 8,8 8,7 8,9 9,1 9,3 9,3 8,9 9,3 9,8 10,4 11,7 12,5 13,2 14,1 14,8 15,3 15,4
    NI 0,6 0,6 0,8 1,1 1,0 1,0 1,3 1,6 2,0 2,1 2,3 2,4 2,5 2,7 2,7 2,9 2,9 2,8 2,9 2,8 2,7 2,8 3,4 3,9 4,1 4,7 5,4 5,6 5,7 6,0 6,0
    NW 0,5 0,9 1,0 1,1 1,2 1,4 1,6 2,6 3,0 3,1 3,4 3,7 3,6 4,0 4,1 4,2 4,6 4,8 4,8 4,8 4,8 4,8 5,4 5,7 5,9 6,0 6,3 6,4 6,3 6,1 6,1
    RP 1,1 1,0 1,2 1,5 1,5 1,6 1,8 2,1 2,4 2,6 2,7 2,8 3,0 3,5 4,0 4,6 5,4 5,8 6,3 6,7 7,7 8,0 9,1 9,7 10,5 11,2 11,7 12,3 12,9 13,3 13,0
    SL 3,4 2,6 2,8 3,1 3,3 3,1 3,3 3,5 4,5 6,1 6,5 9,6 9,5 8,8 9,0 9,1 10,3 10,6 10,7 11,8 11,9 13,1 15,7 16,0 16,5 18,1 19,4 19,4 20,7 20,5 21,7
    SN 0,6 0,8 0,9 1,2 1,3 1,2 1,6 1,9 2,1 2,2 2,5 2,5 2,8 2,9 3,0 3,5 3,7 3,9 3,9 4,0 4,1 4,1 5,3 6,4 6,9 7,5 8,1 9,3 9,7 9,6 10,0
    ST 1,1 1,2 1,4 1,5 1,7 1,9 2,0 2,4 2,8 3,0 3,5 3,9 3,8 4,0 3,8 4,2 4,4 4,6 4,6 4,7 4,8 4,9 5,2 6,2 8,0 9,1 9,3 9,9 10,5 10,4 9,8
    SH 1,2 1,2 1,3 1,3 1,5 1,5 1,8 2,0 2,3 2,7 3,0 3,1 3,2 3,5 3,4 3,6 3,6 3,5 3,6 3,7 3,7 4,1 5,0 5,7 6,2 6,6 7,0 7,5 7,9 7,9 8,2
    TH 1,6 1,6 1,9 1,8 1,9 2,0 2,6 3,4 4,0 3,4 3,5 3,5 4,0 4,0 4,2 4,3 4,5 4,5 4,6 4,7 4,2 4,2 4,8 5,2 6,0 6,4 7,0 7,5 7,7 8,1 8,3
    DE 1,6 1,8 2,1 2,3 2,4 2,6 3,2 3,7 4,1 4,3 4,5 4,7 4,9 5,1 5,4 5,6 5,9 6,1 6,2 6,3 6,3 6,5 7,5 8,2 9,1 9,7 10,3 10,9 11,2 11,4 11,5
Indikatoren zu Ressourcen und Effizienz